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20. November 2016

DSP im Fokus erscheint am 12. Januar 2017

 

mit Beiträgen rund um die Zucht Deutscher Sportpferde und Themen aus den Bereichen



Zucht - Sport - Haltung - Vermarktung - Ausbildung

 

Das offizielle Organ der Süddeutschen Pferdezuchtverbände

erscheint Ende Dezember 2016 mit aktuellen Informationen zu den Hengsttagen des Deutschen Sportpferdes, Berichten über die Bundeschampionate, das Marbacher Wochenende und die DSP-Körung in Neustadt-Dosse. Und erstmals wird die Wahl eines Deutschen Sportpferdes des Jahres ausgeschrieben!

Erscheinung: KW 2 - Erscheinungstermine 2017: Januar und Juli

Format: DIN A4

Vertrieb: Alle Warmblutzüchter die Mitglied in einem DSP-Verband sind erhalten die Ausgabe Dezember 2016. 

Anzeigenschluss: 7. Dezember 2016

Anzeigenpreise: 

Umschlagseite 2: 1950 Euro zzgl. Mwst

1/1 Anzeige DIN A4: 1650 Euro  zzgl. Mwst

½ seitige Anzeige: 1100 Euro  zzgl. Mwst

¼ seitige Anzeige: 590 Euro zzgl. Mwst

1/8 seitige Anzeige: 320 Euro zzgl. Mwst

 

Rubrikanzeige: DSP-Zuchtstätten & Ausbildungsbetriebe

Visitenkarte (90mm x 60mm): 220 Euro zzgl. Mwst

 

Kontakt:

Süddeutsche Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH (Herausgeber)

Heike Blessing-Maurer, Tel.+49 9823 9242590 oder mobil 0151/43112612

 


Online Ergänzung DSP im Fokus Ausgabe Januar 2017

Kommentare zu den DSP-Reitpferden auf den Bundeschampionaten von Gerd Sickinger

Bundeschampionat 2016

Richter Gerd Sickinger hat exklusiv für DSP im Fokus die Einlaufprüfungen der DSP-Pferde auf den Bundeschampionaten am Reitpferdeplatz kommentiert:

 

 

Reitpferde 3j. Stuten und Wallache  02.09.2016

Hier gingen  5 Pferde süddeutscher Provenienz ins Warendorfer Reitpferde-Viereck, das ja nicht nur wegen der Zuschauerpräsenz als nicht einfach gilt weil die Sicht auf eine natürliche Landschaft nirgendwo möglich ist. Es verwundert daher nicht, dass gerade die Jüngsten ihr Probleme der Akklimatisation erst einmal überwinden müssen.

 

Mit der Nr. 820 war „Rosenlady“ an dritter Position  der ersten Gruppe. Die Stute war in ihren schwungvollen Gangarten zurecht mit einer Benotung zwischen ziemlich gut und gut bewertet worden und wurde in der vierten Note für das immer wieder auftretende Anzackeln im Schritt bestraft  was zu einer Gesamtnote von 6,9 führte.

Sehr auffällig ging die an der Tete gerittene „Sezua“ von „Sezuan“ aus einer „Sandro Hit“ Mutter in ihre Prüfung. Das sehr lebhafte und kraftvoll abfußende Hinterbein führte zu der besten Note für diese Dreijährige in Höhe von 8,5. Wenn die Note für die Rittigkeit und die Bewertung für den Typ und die Qualität des Körperbaus niedriger ausgefallen sind, ist dies zum einen nachvollziehbar, weil die Stute immer wieder eng ging und in der Halsung bedeutender sein könnte, andererseits aber schade weil deshalb nur die Gesamtnote von 7,9 also unter dem begehrten Gut blieb.

In der dritten Gruppe war er dann am Start, der modern und sportiv auftretende Schimmel „Belantus“ von „DSP Belantis“ mit weit überdurchschnittlicher Begabung für die Zusammenarbeit mit seiner Reiterin. Dies kam in den Noten zum Ausdruck. Eine Kooperation wie man sie sich bei den Jungen wünscht. Dabei ging kein bißschen an Natürlichkeit verloren. Zweimal die 9,0 für den Galopp und die Skala der Ausbildung und die verdiente Endnote von 8,6 die im Endklassement zum zweiten Platz führte. 

Die für Neustadt/Dosse von Stephanie Fiedler vorgestellte „DSP Phantastica“ von „Don Juan de Hus“ blieb etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück und hat sich durch eine enge Anlehnung nicht immer selbsttragend und souverän bewegt. Das führte zu einer mageren 6,5 in der Rittigkeitsnote. Der Schwung dieser Stute und ihr Bewegungstalent ist aber erkannt worden und führte im Trab und Galopp zu einer 8,0 bzw, 7,5. Letztlich ist die Endnote von 7,3 vergeben worden.

Die in Bayern gezogene „Guilianna“ von „Sir Donnerhall“ konnte in den schwungvollen Gangarten überzeugen und erhielt für den Trab eine 8,5 die aber wegen dem manchmal überpaced wirkenden Ablauf auch niedriger hätte ausfallen können. Leider war im (sehr guten Grund-)Galopp und vor allem im Schritt nicht die notwendige Gelassenheit vorhanden. Die Endnote von 7,4 ging voll in Ordnung.

 

Reitpferdeprüfung 01.09.2016 4.jährige Stuten und Wallache

Den Auftakt des Championates hat sie machen müssen die elegante „Jazz-Queen“ von „Jazz“ aus einer „Donnerhall“-Mutter. In der ersten Gruppe und an der Spitze war es für die etwas schüchtern wirkende  4 Jährige wahrlich nicht einfach, zumal die Richter, kaum waren die Pferde im Viereck, das Zeichen zum Beginn gegeben hatten. Ein bisschen Pech, wenn man beobachten konnte, dass die nachfolgenden Gruppen immer eine hinreichend lange Zeit erhalten haben um „Land und Leute“ im fremden Viereck kennen zu lernen. So gab es „nur“ zwei Achten für den Schritt und den Körperbau und eine Endnote von 7,5

Die Bayernstute „Pasarella 4“ von „Supreme“ aus einer „Sir Oldenburg“ Mutter war noch nicht in der Lage sich im Galopp zu tragen und kam im Verlauf dieser Gangart mehr und mehr auf die Schulter. Die haben die Richter nachvollziehbarer Weise mit einer 6,5 bewertet. Da sich dies natürlich auch auf die 4. Note durchgeschlagen hat konnte trotz dem guten sehr taktsicheren Schritt der poinentiert durch den Körper ging und ein „Gut“ verdient hätte nur die Gesamtnote von 7,4 erzielt werden. Ein Pferd das im Übrigen ein „Bilderbuch-Seitenbild“ hat mit sehr guten Reitpferdepoints.

Der von der erfahrenen Championatsreiterin Andrea Dlugos vorgestellte „Royal Faristo“  war noch etwas auf die Führung und Stütze der Reiterhand angewiesen, hat aber vor in den schwungvollen Gangarten eine erkennbar wertvolle Grundqualität.  Das mit 9,0 bewertete Highlight seiner Bewegung ist der mit enorm Bodengewinn und Taktsicherheit ausgestattete Schritt. Die Endnote von 7,7 war nachvollziehbar.

Der von „Boston“ abstammende „Bel Ami 82“ war mit der 7,5 im Galopp gut bedient  und hätte im Trab noch besser punkten können wenn die Pace etwas ruhiger  angegangen worden wäre. Der knappe Schritt führte zurecht nur zu einem gerade befriedigenden Ergebnis. Hier gab es eine Endnote von 6,9. 

Die DSP Stute „Donna Karan“ war mit 7,0 in Typ und Körperbau unterbewertet. Die Stute hat Substanz und harmonische Körperformmerkmale bei einer beeindruckenden „Aufmachung“. Völlig in Ordnung geht hingegen die 6,0 für die Rittigkeit. Die Stute war zeitweise sehr „stark“ und hat sich von der Reiterin wenig beeindrucken lassen. Die Endnote von 6,9 war in der Gesamtschau gerechtfertigt.

Die sehr federnd und leichtfußig trabende „DSP Lucia B“ hätte für diese Gangart mindestens ein „Gut“ verdient, war aber für den noch knapp aber taktsicheren Schritt mit einer 7,5 wohlwollend bewertet. Das Endergebnis von 7,4 ist auch deshalb in Ordnung, weil der Galopp noch Luft nach oben hat.

Die schwarzbraune „Fleur de Nuit 4“ aus der Erfolgszucht von Anton Herre konnte weder im Galopp noch im Schritt ihre Qualität ausspielen. Die Stute war leider nicht losgelassen und deshalb nicht in der Lage weit zu springen oder ergiebig zu schreiten. Natürlich hat dies auch auf die Note für die Kriterien der Ausbildungsskala durchgeschlagen und führte zu der an diesem Tage richtigen 6,8.

Mit „Freeman GE“ hat Sebastian Horler ein Reitpferd präsentiert das zu hohen Erwartungen berechtigt und im Übrigen ein Typ ist, den jeder Pferdemaler gerne porträtieren würde.

Lediglich im Trabe, der bekanntermaßen im Verlauf der Ausbildung besser wird,  noch etwas laufend ging dieses Pferd sehr beeindruckend und hätte für den sehr sicheren Schritt auch noch eine höhere Note verdient. Die Endnote von 7,7 spricht für sich. 

 

Reitpferdeprüfung 02.09.2016  3-jährige Hengste

Der braune „Decurio 3“ – Sohn  „DSP De Sandro“hat seine Qualität im Galopp und vor allem im Schritt sehr eindrucksvoll präsentieren können. Leider war er im Trab noch nicht soweit stabilisiert, dass er den sicheren Takt beim Zulegen halten konnte. Dies führte zu kleinen Missgeschicken und der einzigen Wertnote unter „Gut“. Ein Typ wie man ihn sich wünscht in maskuliner Ausprägung und einer verdienten Wertnote von 8,1.

Etwas Schwierigkeiten in seiner Bewertung hat der Württemberger „Fidelio Royal“ den Richtern bereitet. Der Trab mit 8,0 war wegen des großen Grundschwungs noch in Ordnung. Auch die Benotung der Rittigkeit mit einer 7,5 kann man durchwinken, wenngleich dies ein Entgegenkommen der Richter bedeutet hat. Nicht ganz nachvollziehbar ist die Galoppnote mit 8,0. Hier hätte man wegen der enormen Bergauftendenz verbunden mit einer beeindruckenden Elastizität sogar ein „Sehr gut“ vertreten können. Insgesamt ging aber die Schlussnote mit 7,7 in Ordnung.

 

Der braune „Final Decision“ von „Fürst Romancier“ konnte im Trab nicht die gewünschte Konstanz und Taktsicherheit halten und war auch nicht bereit sich zu dehnen beim Zügel aus der Hand Kauen lassen. Dies führte zu Benotungen unter der Sieben im Trab und der Rittigkeit und einer Endnote von 6,9.

Die herausragende Hengstpersönlichkeit war „Marc Cain“ der „Millenium“ Nachkomme dessen Schwung im Trab sowie die elastische mit nach oben und nach vorne springende Erweiterung im Galopp jeweils in einer 9,0 mündete, verbunden mit einer ebenso sehr guten Typbeurteilung. Mit 8,7 als Gesamtnote der Primus in dieser Prüfung.

Mit einer charmanten Knieaktion war „DSP Santo Domingo II GE“ im Trab unterwegs. Diese Gangart war dann allerdings eher laufend als man die Verstärkung sehen wollte. Nur in seiner Typbeurteilung konnte ein Gut erzielt werden. Mit einem Fragezeichen muss allerdings die Benotung für den Galopp (7,0) versehen werden. Da hätte er mehr verdient vor allem weil dem Hengst in dieser Gangart seine Knieaktion geradezu hilfreich war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reitpferdeprüfung 01.09.2016, 4-jährige Hengste

„Boss Hoss“ punktete durch seine ihm eigene Solidität und Zuverlässigkeit. Das spiegelt sich in seiner mit „Gut“ bewerteten Rittigkeit ebenso wider, wie im Gangwerk. Letzteres immer taktsicher mit Höhepunkten im Schritt, der schön durch den Körper repetiert und bei fallengelassenem Hals einen gleichbleibenden gelassenen Viertakt zeigte. Mit einer Gesamtnote von 7,7 etwas knauserig beurteilt.

Sehr viel Schwung Elastizität und Gummi konnte man bei den Gangarten Trab und Galopp von „Dominy“, einem Sohn des „Diamont Hit M“ bewundern. Komplettiert wurde die Bewegungsqualität im Schritt der neben Takt und Fleiß auch guten Raumgriff und  Energie erkennen ließ. Alle Gangarten mit einer verdienten 8,5 bewertet und auch die übrigen Noten im guten Bereich, so dass eine Endnote von 8,3 herauskam.

„DSP Don Farinelli“ erhielt zweimal eine 8,0 und zwar im Schritt und in der Note für Typ und Qualität des Körperbaus. Die Trabtour litt etwas durch die Übereifrigkeit was zu „schmetternden“ Vorderbeinen führte und den Takt nicht ganz erhalten ließ. Mit einer Endnote von 7,7 wurden die Richter dem sehr ausdrucksvollen Hengst durchaus gerecht.

Der schwarzbraune „San Simonett“ wäre sicher auch im Trab mit 8,0 bedient worden, (wie in seinen anderen Gangarten) wenn nicht die entwicklungsbedingt noch vorhandene Schwankung der Hinterhand eine höhere Benotung verhindert hätte.

Ein typvoller Hengst (8,0) mit großartigem Auftritt und einer Gesamtnote von 7,9

Der modern aufgemachte „Marrakesh“ hat einen noblen Überguß und ähnelt im Aussehen seinem Vater „Millenium“.(Typnote 8,0). In der Bewegung noch nicht ganz gefestigt, was sich in einem noch nicht vollständig gleichmäßigen Ablauf im Trab und gelegentlicher Vorhandlastigkeit im Galopp niedergeschlagen hat. Deshalb ging die Endnote von 7,4 völlig in Ordnung.

 

Gerd Wolfgang Sickinger                 Königseggwald, den 10.10.2016